Ursula Dubosarsky

Nicht jetzt, niemals

(Ab 14 Jahre)
Cover: Nicht jetzt, niemals
C. Ueberreuter Verlag, Wien 2012
ISBN 9783800056767
Gebunden, 143 Seiten, 12,95 EUR

Klappentext

Aus dem australischen Englisch von Silvia Schröer. Eine Klasse mit elf Mädchen irgendwo an der australischen Küste. Die Lehrerin, Miss Renshaw, möchte ihren Schülerinnen etwas über den Tod beibringen, denn gerade am Morgen hat die letzte Hinrichtung in der Geschichte Australiens stattgefunden. Miss Renshaw nimmt den Mädchen das Versprechen ab, niemandem von dieser Unterrichtsstunde zu erzählen. Nicht jetzt, niemals. Die Schülerinnen ahnen nicht, wie schwierig es sein wird, dieses Versprechen zu halten.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 05.10.2012

Lobend äußert sich Christine Knödler über Ursula Dubosarskys Erzählung für Jugendliche "Nicht jetzt. Niemals". Die Geschichte um eine Lehrerin, die ihren Schülerinnen ein Versprechen abnimmt, das diese in arge Bedrängnis bringen wird, ist für sie eine Kindheitsgeschichte an der Grenze zwischen Kindheit und Pubertät, in der Fantasie der Kinder und reale Ereignisse verschwimmen. Sie attestiert der Autorin einen "kunstvollen Assoziations-Teppich" zu schaffen, voll von Andeutungen, in dem sehr viel in der Schwebe bleibt. In diesem Zusammenhang lobt sie auch die Übersetzung von Silvia Schroer, der es gelingt, die Atmosphäre von Unsicherheit nuanciert zu übertragen. Das Fazit der Rezensentin: ein eindringliches Buch mit einem irritierenden, merkwürdigen Ende.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 14.07.2012

"Wunderschöne Bilder" hat Rezensentin Lena Bopp in diesem "fein- wie hintersinnigen" Buch gefunden. Ausführlich legt sie die Verästelungen der Geschichte frei, in der eine verträumte Lehrerin in den 60er Jahren den ihr anvertrauten, im einzelnen sehr unterschiedlich charakterisierten Schülerinnen bei nicht immer ganz dem Curriculum entsprechenden Exkursionen etwas von ihrer Sicht auf die Welt mitgeben will und bei einer Erkundung einer Höhle schließlich auf rätselhafte Weise verschwindet. Insbesondere in den sich anschließenden, unterschiedlichen Strategien der Schülerinnen, sich das Verschwinden zu erklären, offenbart sich der Rezensentin die Absicht der Autorin, ein Bild von jener Phase zwischen behüteter Kinderwelt und "Ernst des Lebens" zu zeichnen, in der sich entscheidet, ob man als Träumer oder Realist durchs Leben geht.

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