Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 25.05.2002
Der mit "kru." kürzelnde Rezensent begnügt sich in seiner Kurzkritik im wesentlichen mit Paraphrase. Demnach geht es Vietta um eine Frage: die nach der Definition der "ästhetischen Moderne" in Literatur und Kunst. Zunächst nimmt er eine zeitliche Eingrenzung vor, markiert die Frühromantik als Anfangspunkt und fasst die Gegenwart mit ein. Den Übergang vom "Klassizismus" zum Subjektivismus und Reflexivierung der Kunsterfahrung in der Romantik begreift er als entscheidenden "Systembruch". Belegt und anschaulich gemacht wird das in Werkanalysen, etwa bei Caspar David Friedrich, der den "Wahrnehmungsakt" ins Landschaftsbild hineinnimmt. Weiter geht es bis zum "Tod des Autors" im Strukturalismus und endet, vorläufig, bei Houellebecq. Die Postmoderne jedoch scheint Vietta aus der Tradition der Moderne herauszufallen. Genauere Gründe dafür liefert die kurze Rezension von "kru." nicht, auch Widerspruch wird nicht vorgebracht.
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