Aus dem Englischen von Hainer Kober. Bis 1856 war das Färben ein teures und mühsames Geschäft. Ob für Kleidung, Malerei oder Druck - jegliche Farbe musste aus Tieren, Mineralien und Pflanzen, aus Insekten und Mollusken, aus Wurzeln und Blättern gewonnen werden. Da stieß ein junger englischer Chemiker namens William Perkin zufällig auf einen Weg, Farbe aus Kohle herzustellen. Simon Garfield erzählt das faszinierende Leben des William Perkin und zugleich die Geschichte einer Entdeckung, die unsere Welt grundlegend verändert hat. Mauvein, die erste Anilinfarbe, führte zur Entwicklung und Produktion von mehr als 2000 Farbstoffen und gab den Startschuss für eine sprunghaft wachsende chemische und pharmazeutische Industrie.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 19.06.2001
Das Thema könnte so spannend erzählt sein, stöhnt Wiebke Hüster. Ausgangspunkt: Ein britischer Chemiker und Frühindustrieller machte mit dem künstlichen Farbstoff Mauvein eine Zufallsentdeckung. Eine einzigartige Erfolgsgeschichte begann. Aber der Autor kann sich zunächst mal nicht entscheiden, so Hüster, was er erzählen will: Technikgeschichte, Industriegeschichte oder Konsumgeschichte? Ihm fehle jede Distanz zum Thema. Er idealisiere den Erfinder, William Perkin, unterschlage oder untertreibe die negativen Seiten des Produkts für die Chemiearbeiter und unternehme einen Streifzug durch ältere und moderne Chemielabors, dass man glauben könnte, das Buch sei als Werbebroschüre der Chemieindustrie gedacht, schreibt die Rezensentin. Ihr fehlt ein "roter Faden" durch diese Geschichte der Farben, 30 Seiten statt 230 Seiten hätten es deshalb auch getan.
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