Herausgegeben von Ludger Ikas. Eine Zeitreise in die Ära der großen Utopien - von Nietzsches "Übermensch" bis zu Susan Sontags Traum vom großen Frieden in Europa. Alles beginnt mit einem gewaltigen Knall: Der Ausbruch des Vulkans Krakatau 1883 ist wie ein Sinnbild für die ungeheure Kraft der utopischen Energien, die sich im langen 20. Jahrhundert entladen werden. Nietzsches "Übermensch" und Wittgensteins Revolution der Sprache, die Utopie vom grenzenlosen Fortschritt und die revolutionäre Kunst der Käthe Kollwitz, Freuds Eroberung des Unbewussten und der zerplatzte Traum vom Ende der Geschichte - all dies erweckt Peter Neumann in Szenen, Geschichten und Porträts zum Leben. Er lädt uns ein auf eine Zeitreise ins Feuerland der Utopien.
Rezensionsnotiz zu
Deutschlandfunk Kultur, 10.11.2022
Rezensent Michael Opitz sucht das Utopische vergeblich in Peter Neumanns "Reise ins lange Jahrhundert der Utopien". Macht aber nichts, meint der Kritiker, denn wenn man sich erstmal von der Erwartungshaltung verabschiedet hat, lese man das flüssig lesbare und gut recherchierte Buch mit Gewinn. Opitz erfährt hier von Begegnungen zwischen Franz Kafka und Else Lasker-Schüler, Salvador Dali und Sigmund Freud oder Adorno und Gottfried Benn. Historische und politische Hintergründe reißt Neumann nur an, dafür gibt es eine Menge Anekdoten, schließt der Kritiker.
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