Aus dem Finnischen von Stefan Moster. Dieser magische Roman beginnt mit einer Beerdigung: Die 30-jährige Norma Ross hat soeben ihre Mutter Anita verloren. Während Norma auf ihr Taxi wartet, kondoliert ihr ein unbekannter Mann, der sich als Max Lambert, ein alter Freund ihrer Mutter, vorstellt. Doch Lambert ist kein alter Freund, sondern der Inhaber des Friseursalons, in dem Anita arbeitete. Norma glaubt nicht daran, dass ihre Mutter Selbstmord begangen hat, und sucht in ihrer Wohnung nach Hinweisen auf das, was wirklich geschehen ist. Dabei stößt sie auf verstörende Dokumente.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 21.03.2017
So haarsträubend Rezensentin Frauke Meyer-Gosau Sofi Oksanens Roman mit seinen Themen Menschenhaarhandel, extremer Haarwuchs und kommerzielle Leihmutterschaft auch findet, so gut hat sie sich letztlich mit dem Buch unterhalten. Normas Geschichte ist für sie eine Kriminalgeschichte, aber auch ein vertrackter Familienroman, der die Leserin mit dem in jeder Hinsicht außergewöhnlichen Lieblingsmodell der Präraffaeliten und dem Zusammenhang von Weiblichkeit und Hexentum bekannt macht, wie sie schreibt, und um eine ordentliche Portion Schauerromantik nicht verlegen ist.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 18.03.2017
Tilman Spreckelsen erkennt in Sofi Oksanens fünftem Roman über die Machenschaften einer Leihmütter-Mafia erst beim zweiten Lesen so recht die Tragweite der Geschichte und wie elegant und effizient die Autorin Beiläufigkeit und Bedeutung verschränkt. Angedeutete, mitunter irrationale Zusammenhänge von Haaren, olfaktorischer Sensibilität und der rätselhaften Familiengeschichte der verwaisten Heldin erkennt der Rezensent erst schrittweise. Oksanens Thriller erhält so eine weitere Dimension, meint der Rezensent.
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