Es behandelt die vormodernen Theorien der Zeugung, es beschreibt, wie die Vererbung im Laufe des 19. Jahrhunderts in den Mittelpunkt der sich herausbildenden Biologie rückt, und es verfolgt die Entwicklung der klassischen und der molekularen Genetik im 20. Jahrhundert. Es schließt mit einem Ausblick auf die aktuellen Tendenzen der Genomforschung.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 27.04.2009
Als lesbar und zugleich von hohem theoretischem Niveau lobt Thomas Weber das Buch von Hans-Jörg Rheinberger und Staffan Müller-Wille. Deren langjährige Beschäftigung mit der Vererbungslehre und ihrer Geschichte (am Berliner Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte) scheint sich in diesem Band äußerst positiv niedergeschlagen zu haben. Fasziniert liest Weber von frühen Manifestationen von Vererbungsphänomenen in Medizin und Handel, von der Verdichtung zum epistemischen Objekt, dem Gen, und von postgenomischen Zukunftsaussichten, die ihm die Autoren durchaus plausibel machen können. Schade findet Weber nur, dass gegenwärtige Vererbungskonzepte aus Soziobiologie und Verhaltensgenetik im Band keine Erwähnung finden.
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