Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 31.01.2002
Wer meint, Globalisierung funktioniere nur, wenn der Staat in wirtschaftliche Prozesse möglichst wenig eingreift und wer denkt, der Sozialstaat steht diesen Prozessen entgegen, den wird das Buch der Bremer Professoren Elmar Rieger und Stephan Leibfried gründlich irritieren, ist Andreas Bock überzeugt. Empirisch fundiert legen die Autoren dar, dass globalisiertes Handeln vor dem Ersten Weltkrieg begann und seine Möglichkeiten und Handelsspielräume sozialstaatlichen Strukturen verdankt, zeigt sich der Rezensent überrascht. Für Bock legen die Autoren mit diesem Band einen grundlegenden Paradigmenwechsel vor. Anstatt den Sozialstaat zugunsten einer freien Wirtschaft abzubauen, müsse diese erkennen, dass sie ihre Grundlagen eben jenem "Störfaktor" verdankt. Das "provokante" und "wichtige" Buch kann der Rezensent nur jedem empfehlen, den Neoliberalen genauso wie den Kritikern der Globalisierung.
Elias Hirschl: Schleifen Franziska Denk wächst im Umfeld des Wiener Kreises auf und leidet als Kind an einer seltsamen Krankheit: Jedes Symptom, von dem sie hört oder liest, bekommt sie sofort. In… Julian Barnes: Abschied(e) Aus dem Englischen von Gertraude Krueger. Julian Barnes wird im Januar 2026 achtzig Jahre alt. Er weiß, dass die längste Zeit seines Lebens hinter ihm liegt, und er möchte… Dorothee Elmiger: Die Holländerinnen Mit blinkenden Warnlichtern fährt die Erzählerin, eine namenlose Schriftstellerin, an den Straßenrand, als ein unerwarteter Anruf sie erreicht. Am Apparat ist ein gefeierter… Leila Slimani: Trag das Feuer weiter Aus dem Französischen von Amelie Thoma. Mia, erfolgreiche Schriftstellerin in Paris, kämpft mit "brain fog", einem Gehirnnebel, der ihre Erinnerungen und ihre Arbeit beeinträchtigt.…