Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 06.12.2000
In einer recht wissenschaftliche Rezension, die sich eindeutig an ein Fachpublikum richtet, zeigt sich Heinz Thomas geteilter Meinung über diesen Band. Einleitend weist er jedoch darauf hin, dass Müller hier ein "als gelöst geltendes Problem" wieder aufrollt, nämlich die Frage, wieso das Annolied und die Kaiserchronik Überschneidungen aufweisen. Müller vertritt dabei die These, wie der Leser erfährt, dass keiner der Autoren vom anderen abgeschrieben hat, sondern dass sich beide auf einen dritten, unbekannten Text bezogen haben. Die Existenz dieses Textes versuche Müller nun nachzuweisen - nicht immer zur Zufriedenheit des Rezensenten. Doch bevor Müller zu den eigentlichen Argumenten kommt, werde der Leser "über lange Wege und Holzwege der Forschung" geführt, wenngleich sich diese Passagen für Liebhaber der alten Germanistik "informativ und munter" lesen, wie Thomas bemerkt. Insgesamt bietet der Band nach Ansicht des Rezensenten kaum neue Erkenntnisse. Wichtige Zusammenhänge sieht Thomas nur unzureichend berücksichtigt und manche Behauptungen - wofür der Rezensent auch Beispiele nennt - findet er gar "kurios und erklärungsbedürftig".
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