Die "next Generation" des Journalismus arbeitet vor allem als Web-Kolumnist, Blogger und Online-Chef - und erst nebenher als Blattmacher, Buchautor oder TV-Moderator. Die neuen Leitwölfe begleiten und gestalten schon heute den fundamentalen Wandel zu einer neuen Journalismuskultur, die zunehmend von kommerziellem Konkurrenzkampf, 24-Stunden-Nachrichten und dem Zeitdruck zahlloser Internetangebote gekennzeichnet ist. Wer aber sind die Menschen, die den Journalismus in die digitale Zukunft führen wollen? Welche publizistischen Vorbilder haben sie, welche Feindbilder? Wo sehen sie neue Themenschwerpunkte?
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 21.08.2009
Wenn wir Harald Kellers Besprechung richtig verstehen, findet er diesen Band über bloggende Journalisten nützlich und informativ, aber auch problematisch, hochtrabend, "larifari" und unfreiwillig komisch. Die Autoren Stephan Weichert und Christian Zabel widmen sich den von ihnen so titulierten "Alpha-Journalisten" (und meinen damit wahrscheinlich dasselbe wie andere mit den berühmten "Alpha-Blogger", aber darüber sagt Keller nichts). Unklar bleibt dem Rezensenten im ganzen Band die Abgrenzung zwischen Bloggern und Journalisten. Er lobt aber "ausführliche Quellenangaben", mit denen "Anknüpfungspunkte für die weiterführende Beschäftigung gegeben" sind, mäkelt an der Auswahl der porträtierten Personen herum und verteilt einige beleidigte Seitenhiebe gegen den Perlentaucher, die taz oder den Blogger und Journalisten Stefan Niggemeier. So lebe letzterer etwa vor allem von den Beiträgen seiner Leser, oder der Perlentaucher vom Sammeln von "Querverweisen", wie Keller behauptet.
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