Aus dem Englischen von Patricia Künzel. Ernest Shackleton und seine 27 Männer überlebten 1914 den Untergang ihres Schiffes im arktischen Packeis. Dass die Männer nach fast zweijährigem Überlebenskampf unter härtesten klimatischen Bedingungen körperlich gesund und emotional stabil nach Hause zurückkehren konnten, hatten sie vor allem dem Krisenmanagement und der Führungskunst Shackletons zu verdanken. Noch heute können Führungskräfte in Wirtschaft, Forschung und Politik von Shackleton und seinen Erfahrungen profitieren, wenn es darum geht, den Teamgeist zu fördern, Krisen zu meistern und Ordnung im Chaos zu schaffen.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 02.04.2002
Nach anfänglichem Staunen, dass ausgerechnet Shackleton als Vorbild für Manager dienen soll, obwohl er doch seine "Ziele sämtlich verfehlt" hat, lässt sich Rezensentin Sylvia Englert von den Führungsqualitäten des Polarforschers überzeugen. Sie findet das Buch - eine Mischung aus Lebensbeschreibung und Ratgeber - sehr gelungen und preist es zudem als "kurzweilig". Sehr zu loben sei die genaue Recherche, die Auswertung der Originalquellen und die kritische Durchleuchtung von so mancher überlieferten Anekdote durch die beiden Autorinnen, so Englert begeistert. Ob sich ein derart genialer Führungsstil, wie ihn Morrell und Capparell schildern, aber wirklich erlernen lässt und nicht einfach angeboren ist? Das fragt sich die Rezensentin etwas "verunsichert" und ist dann wieder ganz beruhigt, weil Shackleton doch auch ein Mensch mit einigen Schwächen war.
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