Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 19.09.2003
Erich Hörl würde die Doktorarbeit von Susanne Fohler wohl nur mäßig benoten; anstatt der "Faszinationsgeschichte des Technischen" nachzuspüren, werde nämlich "lang und breit Theorienacherzählung im Konjunktiv getrieben": Technik als menschliches Werkzeug, "entfesselte Technik" und schließlich die Hybridität von Mensch und Technik - laut Autorin die drei Hauptpositionen der Deutung des Technischen vis a vis des Menschlichen, deren Hoheit von der Philosophie und Anthropologie nach und nach auf die Soziologie übergegangen sei. Zu wenig für den Rezensenten, der Kontextualisierung und "archäologische Sensibilität" vermisst und Hohler überdies "im antitechnischen Affekt deutscher Philosophie und Soziologie stecken" sieht.
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