Das Mobiltelefon hat in den letzten Jahren quer durch alle gesellschaftlichen Bereiche an Bedeutung gewonnen. Sein Einfluss manifestiert sich etwa darin, wie sich Individuen zu ihren Umgebungen in Beziehung setzen: Die alltägliche Nutzung von mobilen Diensten der Text-, Sprach- und Bildübertragung lässt eine "Daumenkultur" entstehen. Dieser Band präsentiert die Ergebnisse der ersten internationalen Studie über die weitreichenden sozialen Auswirkungen mobiler Kommunikation in verschiedenen Lebensbereichen. Er versammelt die Forschungen führender Wissenschaftler und Praktiker und leuchtet die Verbindung von mobilen Medien und Gesellschaft sowie Zukunftsperspektiven der Forschung aus.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 25.07.2006
Als ebenso anregend wie aufschlussreich würdigt Ruth Fühner diesen Band über die gesellschaftliche Bedeutung des Mobiltelefons, den Peter Glotz, Stefan Bertschi und Chris Locke herausgegeben haben. Neben interessanten Einblicken in den bisweilen reichlich exotischen Gebrauch des Handys in fremden Kulturen findet sie darin auch zahlreiche Einsichten in die Schattenseiten des Fortschritts, für die das Handy in unserer Gesellschaft steht. Als Beispiel nennt Fühner die tendenzielle Aufhebung der Trennung zwischen privatem und öffentlichem Raum durch das Handy und den damit einhergehenden Bedeutungsverlust des öffentlichen Raums. Die Autoren des Bandes sind im Übrigen nicht alle Handyhasser - Fühner betont das durchaus ausgewogene Verhältnis von Handy-Kritikern und - Befürwortern unter den Autoren. Dennoch verdeutlichen die meisten Beiträge für sie, wie sich mit dem Handy eine "Ikone des technologischen Fortschritts in ein Spiegelbild gesellschaftlicher Regression" verwandelt.
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