Theobald Hock

Schönes Blumenfeld

Frühbarocke Gedichte. Frühneuhochdeutscher Text mit einer Version in moderner Schreibweise
Cover: Schönes Blumenfeld
Conte Verlag, Saarbrücken 2007
ISBN 9783936950502
Gebunden, 217 Seiten, 19,90 EUR

Klappentext

Mit einem ausführlichen biografischen Nachwort herausgegeben von Bernd Philippi und Gerhard Tänzer. Mehr als hundert Jahre nach der letzten Leseausgabe stellt der Conte Verlag den vielleicht bedeutendsten "saarländischen" Autor dem breiten Publikum vor: Theobald Hock mit seinem "Schönen Blumenfeld", einem Vorläufer der Barockdichtung. Zuletzt war Hock nur noch dem Fachpublikum bekannt. Doch er verdient mit seiner Mischung aus Villon'scher Deftigkeit und dem Klageton eines Gryphius schon längst eine Wiederentdeckung. Thematisch kontrastiert Hock Lust und Leid, Hoffnung und Vergehen. Er mischt Ernst und Spaß, Lehrreiches und Belustigendes. Den Begehrlichkeiten der Menschen steht die Eitelkeit allen Strebens gegenüber. Theobald Hock zeigt am Übergang von Renaissance und Humanismus zum Barock die Welt voll tiefster Ambivalenzen zwischen ausschweifendem Überschwang und kontemplativer Vanitas. Von den 90 Gedichten der Erstausgabe wurden die 56 besten ausgewählt. Die Texte sind in zeitgenössischem Deutsch und neuhochdeutscher Übertragung abgedruckt. 

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 03.09.2007

Alexander Kosenina begrüßt diese Neuausgabe mit Gedichten des Barocklyrikers Theobald Hock (1573 bis 1622). Der 1845 von Hoffmann von Fallersleben wiederentdeckte Dichter legte mit seinem Band "Schönes Blumenfeld" 1601 den ersten Gedichtband in deutscher Sprache vor. Hock habe außerdem, so der Rezensent, mit seinem Gedicht "Von Art der Deutschen Poeterey" von 1624 die poetische Theorie von Opitz vorbereitet. In Sachen Witz und Welterfahrung, Themenreichtum und Variationsfreude kann es Hock, der sämtliche Genres von der Liebeslyrik über die Satire bis zur hofkritischen Moralistik beherrschte, in Koseninas Augen mit anderen hochbarocken Kollegen ohnehin locker aufnehmen. Erfreulich findet er zudem die schöne Aufmachung des von Bernd Philippi und Gerhard Tänzer herausgegebenen Gedichtbands.

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