Scheitert einer der letzten afrikanischen Musterstaaten an Machtgier, Korruption der herrschenden Klasse und ethnischem Hass? "Spiegel"-Reporter Thilo Thielke reiste wochenlang durch Kenias Unruheregionen. Sein eindrückliches Buch zeigt, wie es zu der Eskalation der Gewalt kam und welchen Ausweg es aus der Krise geben kann.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 17.11.2008
Nein, so düster wie in diesem Buch ist es nicht um Kenia bestellt, meint Rezensent und Afrikawissenschaftler Andreas Eckert, der in diesem Band größtenteils Reportagen versammelt sieht, die Thilo Thielke als Spiegel-Korrespondent in Nairobi bereits früher veröffentlicht hat. Tribalismus, Raffgier und Korruption bestimmen darin das Bild, und was den Rezensenten besonders stört, ist, dass Thielke keines der Probleme untersucht, sondern nur darstellt. Dass der Autor keinerlei Lösungsvorschläge macht, lässt den Rezensenten ebenfalls ratlos dastehen.
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