Sigmund Freuds Vorstellungen über die menschliche Psyche und ihre Erkrankungen haben das Denken des 20. Jahrhunderts in einer Weise beeinflusst wie kaum ein anderes Gedankengebäude im Laufe der Menschengeschichte. Thomas Kornbichler hat die Freud'sche Gedankenwelt und ihren Einfluss vor allem auf die Humanwissenschaften einer rezeptionsgeschichtlichen Betrachtung unterzogen und dazu eine Reihe prominenter Stellungnahmen eingeholt.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 11.07.2006
Alten Wein in neuen Schläuchen wolle Thomas Kornbichler dem Leser mit seiner Freud-Einführung verkaufen, schimpft Oliver Pfohlmann, der pflichtschuldig darauf hinweist, dass dessen Buch "Freud - Ein bürgerlicher Revolutionär" schon mal erschienen ist. Nämlich zu Freuds 50. Todestag 1989. Da kann Pfohlmann nur mit dem Kopf schütteln, zumal der Inhalt des Buchs nicht besser geworden ist. Als "unergiebig" kritisiert Pfohlmann dann auch Kornbichlers Skizze des "bürgerlichen Revolutionärs" Freud, als "substanzlos" den Abriss der Wirkungsgeschichte der Psychoanalyse. Geradezu armselig erscheint ihm schließlich, dass Kornbichler selbst den Mindesterwartungen an Aktualisierungen nicht gerecht wird. Das Material über die "heutige" Psycho-Szene entstamme ganz offensichtlich den Achtzigern.
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