Mit Fotografien von Janos Stekovics, Thomas Hinsche und Heinz Fräßdorf. Seit dem Jahr 2000 gehört das Gartenreich Dessau-Wörlitz zum Weltkulturerbe der UNESCO. Insbesondere der Wörlitzer Park im Gartenreich, im Stil englischer Landschaftsgärten angelegt, ist ein mystischer Sehnsuchtsort, ein begehrtes Spiegelbild der aufgeklärten Weltanschauung eines deutschen Fürsten in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts. Natur und Kultur gehen hier eine untrennbare Symbiose ein. In diesem Miteinander verdient jedes Detail Beachtung. Der realisierte Traum von einer arkadisch-idyllischen Landschaft inspirierte schon viele Besucher zu meditativer Gelassenheit. Ein Reiseziel in der Mitte Deutschlands, das durch seine unaufgeregte Eleganz seit mehr als zwei Jahrhunderten Menschen fasziniert und bewegt. Ein magischer Ort, aus dem Geist der Antike geschaffen und von erotischer Lust angeregt; das prominente Gegenbild zu der eher kühlen Pracht friderizianischer Kunst im Dienste preußischer Machtpolitik. Vielen gilt Wörlitz bis heute als Synonym für eine friedliche Welt.
Rezensent Manuel Brug berichtet begeistert von den Gärten von Dessau-Wörlitz, wo Reichtum, Anspruch und Eigenart des Herrscherhauses der Askanier entlang der Elbe und Mulde ein Gartenreich nach englischem Vorbild aufbauten, ganz in die umliegende Natur eingewoben und - auch zur Finanzierung - mit Nutzelementen versehen. Die Geschichte dieser Gärten, den Umgang mit den immer wieder drohenden und hereinbrechenden Hochwassern, sowie Beschreibungen der ästhetischen Maximen im Laufe der Zeit umfasst jetzt der von Thomas Weiß herausgegebene Bildband "Flora, Fauna, Gartenfreude", über den der Rezensent allerdings nicht mehr verrät, als dass er "fein komponiert" sei.
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