Herausgegeben von der Kulturstiftung Dessau-Wörlitz. Das Dessau-Wörlitzer Gartenreich gehört zu den schönsten und bedeutendstem Kulturlandschaften Europas. Mit seinen Parks und Schlössern aus dem 18. Jahrhundert und dem berühmten Wörlitzer Park des Fürsten Franz von Anhalt-Dessau zieht es jedes Jahr zahlreiche Touristen aus aller Welt an die Elbe. Auf den etwa 150 Quadratkilometern genießt der Besucher Paradiese von Stille und Schönheit, erspürt die Vereinigung von Kunst und Natur und die sich verändernde Beziehung des Menschen zur Natur eines ganzen Jahrhunderts. Die Entwicklung des Gartenreichs beginnt Ende des 17. Jahrhunderts mit der barocken Anlage niederländischer Prägung in Oranienbaum, geht über zu Schloss Mosigkau, eines der letzten weitgehend erhaltenen Rokoko-Ensembles in Mitteldeutschland, und dem Schloss und Park Luisium, einem klassizistisches Kleinod vom Ende des 18. Jahrhunderts. In Wörlitz schließlich erlebt man den künstlerischen Höhepunkt des Gartenreichs, ein von Fürst Franz von Anhalt-Dessau (1740-1817) gestaltetes Gesamtkunstwerk in überzeugender Harmonie von Natur und Kunst. Dieses Buch gibt erstmals einen vollständigen Überblick über diese einzigartige Kulturlandschaft, die seit 2000 zur Weltkulturerbe der UNESCO zählt.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 26.04.2005
Der Titel ist völlig angemessen, schwärmt Stefan Rebenich und findet den prächtigen, von der Kulturstiftung Dessau-Wörlitz herausgegebenen Bildband, der aber auch viele informative Texte enthält, einfach "unendlich schön". Aus Rebenichs kompakter Rezension lässt sich viel entnehmen: der Park von Wörlitz sei das früheste Beispiel für einen englischen Landschaftsgarten in Deutschland, heißt es, gebaut im Auftrag des anglophilen Landesfürsten Leopold Friedrich Franz von Anhalt-Dessau, der sich damit zu den Ideen der Aufklärung bekannte. Denn der englische Landschaftsgarten, erklärt Rebenich, war das Gegenstück zur barocken, absolutistischen Herrschaftsarchitektur. Das 600 Quadratmeter große Arreal in den Niederungen der Elbe überstand sogar den Bombenhagel und die Mangelwirtschaft der DDR, heute steht es auf der Liste der von der Unesco zum Weltkulturerbe erklärten Baudenkmäler, so Rebenich, der den Bildband als geistigen wie praktischen Führer durch den Park preist, denn außer mit schönen Aufnahmen sei das Buch auch mit ausgezeichneten Essays rund um die Gartenkunst und die Kulturgeschichte des 18. Jahrhunderts ausgestattet.
Elias Hirschl: Schleifen Franziska Denk wächst im Umfeld des Wiener Kreises auf und leidet als Kind an einer seltsamen Krankheit: Jedes Symptom, von dem sie hört oder liest, bekommt sie sofort. In… Julian Barnes: Abschied(e) Aus dem Englischen von Gertraude Krueger. Julian Barnes wird im Januar 2026 achtzig Jahre alt. Er weiß, dass die längste Zeit seines Lebens hinter ihm liegt, und er möchte… Dorothee Elmiger: Die Holländerinnen Mit blinkenden Warnlichtern fährt die Erzählerin, eine namenlose Schriftstellerin, an den Straßenrand, als ein unerwarteter Anruf sie erreicht. Am Apparat ist ein gefeierter… Leila Slimani: Trag das Feuer weiter Aus dem Französischen von Amelie Thoma. Mia, erfolgreiche Schriftstellerin in Paris, kämpft mit "brain fog", einem Gehirnnebel, der ihre Erinnerungen und ihre Arbeit beeinträchtigt.…