Mit 70 Abbildungen. Gedichte berühmter Autoren wie Gottfried Benn, Rose Ausländer oder Durs Grünbein eröffnen in dem Band zusammen mit spannenden Essays und prächtigen Bildern von renommierten Magnum- Fotografen neue Horizonte und bieten einen faszinierend anderen Zugang zur Archäologie des antiken Griechenland. Wie Archäologen legen die Dichter verborgene Schichten der Vergangenheit frei, verwenden dafür jedoch nicht Pinsel und Kelle, sondern die Sprache und ihr lyrisches Gespür. Der Band versammelt 70 deutschsprachige Gedichte (1820-2011), die sich dichterisch mit der antiken Landschaft Griechenlands und archäologischen Funden auseinandersetzen.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 22.06.2013
Mit Lob bedenkt Albert von Schirnding diesen von Eva Kocziszky und Jörn Lang herausgegebenen opulenten Bildband über "archäologische Imaginationen" von Dichtern und Philhellenen von der Spätromantik bis in die Gegenwart. Die auf archäologische Objekte bezogenen Gedichte von Autoren wie Rilke, Benn, Carossa, Grünbein repräsentieren für ihn den subjektiven Blick auf die Archäologie. Neben 85 Gedichten von 43 Autoren findet er in dem reich bebilderten Band 26 Sachtexte von Germanisten, Althistorikern, Kunstwissenschaftlern und auch Archäologen, die sich eingehend mit den Gedichten befassen. Das ist dem Rezensenten manchmal etwas zu viel des Guten. Er hätte sich stattdessen eine Gegenüberstellung von Gedichten und Artikeln zu den antiken Skulpturen gewünscht. Nichtsdestoweniger fällt sein Urteil über den Band positiv aus. Insbesondere "Hellas-Pilgern" legt er das Werk als "Vademecum" ans Herz.
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