Roberto Böger hat Angst vor Wasser. Dennoch ist es sein Element. Als rastloser Zeuge bereist er die Welt, um Wasserverbrechen zu dokumentieren. Dann wird ausgerechnet in seiner Heimatstadt Lüren das Wasser knapp. Roberto kehrt an den Urquell seiner Angst zurück. Er trifft auf Gleichgesinnte und sein jüngeres Ich. Kann er sich freischwimmen?
Tim Staffel hat sich in seinem neuen Roman ein Szenario ausgedacht, das futuristisch, aber nicht unwahrscheinlich ist, verrät Rezensent Michael Schmitt: In dem fiktiven Städtchen Lüren wird die Wasserversorgung einem Konzern übergeben, zunächst stellen sich nur zwei Aktivisten dagegen. Humphrey ist 15, Roberto zwanzig Jahre älter, beide ahnen, dass dieses Geschäftsmanöver nicht gut ausgehen kann: Am Ende wartet denn auch die Katastrophe auf Lüren, erfahren wir. Das liest sich bisweilen aktivistisch, räumt Schmitt ein, aber schwarz-weiß ist es für ihn nicht, denn die Zuordnungen zwischen gut und böse sind gar nicht so leicht. Für den Kritiker spannend und abwechslungsreich.
Heike Geißler: Michaela Kohlhaas "Das Rechtgefühl machte ihn zum Räuber und Mörder." So erzählt es Heinrich von Kleist in seiner gleichnamigen Novelle über den Pferdehändler Michael Kohlhaas, der nach erlittenem… Robert Seethaler: Die Straße Die Straße ist nicht im Zentrum der Stadt und nicht an ihrem Rand. Versteckt liegt sie irgendwo dazwischen. Kein Besucher würde sich dorthin verirren, und doch passiert in… Petra Morsbach: Orion Nora lernt bei einem Studentenjob ihren späteren Mann kennen, einen Archivar. Sie wird Lehrerin für Deutsch und Geschichte in einem oberbayerischen Gymnasium, zieht einen… Florian Illies: Träume aus Feuer Tauchen wir ein in die großen Träume eines großen Mannes: Johannes Kunckel ist ein Magier und Alchemist, der daran glaubt, Gold zaubern zu können. Der brandenburgische Kurfürst…