Aus dem Englischen von Anita Krätzer. Im englischen Devon hat sich Tom Hodgkinson mit seiner Familie auf einem chaotischen Bauernhof niedergelassen. Mit einer Mischung aus enzyklopädischem Wissen, einer Fülle von literarischen und kulturgeschichtlichen Zitaten und wohldosierter Selbstironie führt er durch das Jahr. Hodgkinson erzählt von den Rückschlägen, die das Leben auf dem Lande mit sich bringt. Er hält Hühner, Schweine und Kaninchen, seine Frau Victoria versucht sich als Imkerin, backt Brot und stampft Butter. Sie brauen mieses Bier und machen köstlichen Holunderlikör. Tom Hodgkinson ist kein Zurück-zur-Natur-Guru. Er gibt zu, dass das einfache Leben manchmal sehr kompliziert ist. Aber es verheißt trotzdem all das, wovon viele Menschen träumen: Weniger Routine, weniger Konsum, weniger Müll, mehr Sinn, mehr Spaß, mehr Lebendigkeit.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 19.04.2012
Mit einem Lächeln nimmt Maria Frise die Erfahrungen und Erkenntnisse zur Kenntnis, die der exzentrische britische Bestseller-Autors Tom Hodgkinson in seinem jüngsten Buch vom Landleben zum Besten gibt. Als Anarchist, erklärter Müßiggänger und Verächter der modernen Lebensweise berichtet er hier ohne sich allzu ernst zu nehmen vom Leben auf dem Land, wobei er seine Leser gleichermaßen an den Erfolgen und Enttäuschungen seiner Landwirtschaft, wie zitatenreich an seinen "Lesefrüchten" teilhaben lässt, so die Rezensentin amüsiert. Der Autor zitiert ausgiebig, besonders gern lateinische Autoren im Original, macht aber Konzessionen an sein weniger gebildetes Lesepublikum, indem er die Übersetzung mitliefert, so Frise, die ihren Spaß an den kurzweiligen, kulturgeschichtlich kenntnisreichen und nicht zuletzt "herrlich versnobten" Ausführungen hat.
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