Aus dem Englischen von Andreas Wittenburg. Die Römische Republik - hervorgegangen aus einer kleinen Gemeinschaft von Siedlern auf den Hügeln am Tiber - wuchs in zwei Jahrhunderten von der Herrscherin Italiens zur globalen Supermacht. Tom Holland erzählt die Geschichte ihres Niedergangs: Er porträtiert Julius Cäsar, der aus Machtgier den Rubicon überschritt und einen Weltkrieg in Kauf nahm; Cicero, den glänzenden Redner und Verfechter des freien Staates; den Sklavenführer Spartakus und Cleopatra, Geliebte Cäsars und Mark Antons, die erfolglos gegen Rom kämpfte. Zugleich charakterisiert er Roms Bürgerschaft in all ihren Facetten: ehrgeizig, blutrünstig, getragen von Selbstaufopferung und Sehnsucht, fremdartig und doch häufig ein Spiegel unserer eigenen Gesellschaft.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 25.05.2005
Tom Holland präsentiert mit seiner Darstellung des "Untergangs der römischen Republik" eine überaus gelungene Kreuzung aus historischem Roman und Sachbuch, so das Rezensentenurteil. Wolfgang Schuller, als Althistoriker selbst nicht unbeschlagen in Sachen Antike, freut sich nicht nur an den beeindruckend "plastisch" dargestellten Fakten, sondern auch an deren richtiger Bewertung und Einordnung. Es stimme inhaltlich immerhin so viel, dass man sich im Allgemeinen darauf verlassen könne - "das ist viel für ein Buch, das von einem Nichtfachmann geschrieben worden ist", findet der Rezensent. Dass mitunter "inhaltliche Schieflagen" enthalten seien, ist für Schuller verzeihlich und letzten Endes damit zu erklären, dass der Autor fast ausschließlich englischsprachige wissenschaftliche Literatur zu Rate gezogen und wichtige europäische Forschungsarbeiten beiseite gelassen habe, wie einem Blick in die Bibliografie zu entnehmen sei. Die nicht herabzusetzende Leistung Hollands bestehe nichtsdestotrotz darin, den komplexen historischen Stoff derart lebendig, detailreich und dramatisch behandelt zu haben, dass der Leser die Ereignisse quasi "miterlebt".
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