Aus dem Amerikanischen von Bernhard Schmid. Amerika in den frühen Sechzigerjahren: LSD-Experimente, San Francisco, Blumenkinder. Und eine Busreise, wie es sie nie zuvor gegeben hat und nie mehr geben wird. 1968 beschrieb Tom Wolfe die Reise von Ken Kesey und seinen Merry Pranksters in seinem legendären Klassiker. Ein Buch, welches längst als Neues Testament der Hipster-Mythologie gilt.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 14.08.2009
Auch ohne Drogen hat Uwe Ebbinghaus mit diesem Buch Erleuchtungen. Zu Ken Kesey und seiner wundersamen Verwandlung vom Bestseller-Autor (mit "Einer flog übers Kuckucksnest") zum pseudoreligiösen Acid-Guru und zu Tom Wolfe, der die Hippiebewegung und den Abstieg Kenseys bis zum Showdown in Woodstock nach Art des New Journalism, nämlich in einer Mischung aus Recherche, Subjektivismus und literarischer Dramaturgie, dokumentiert. Für Ebbinghaus lauern die Widersprüche etwa in Wolfes Verfahrensweise, die dem Spott preisgegebene Unvollkommenheit des Kesey-Clans ästhetisch ambitioniert zu schildern. Und in Keseys autoritärem Gerede von Entgrenzung und kollektivem Glück. Da dem Rezensenten das Ganze trotz "manchmal schauderhafter Übersetzung" wie Joyce auf LSD runtergeht, derart frisch, sind solche Erkenntnisse über die Wurzeln der Hippiebewegung scheint's ohne Hangover zu genießen.
Armer Klaus Bittermann! Nach dieser Lektüre hat er an der Gegenwart keinen rechten Spaß mehr. Eher als der Gegenwart ist das jedoch der zeitlosen Meisterschaft von Tom Wolfes Reportage zu verdanken. Bittermann kann sie nur empfehlen, die 45 Jahre, die sie schon auf dem Buckel hat, versichert er, merkt man ihr nicht einen Moment an. Dafür den Geist, aus dem dies entstand. Wie in einem bunten VW-Bully auf Tour fühlt sich Bittermann, wenn der Autor sein Gespür für die Risse in der amerikanischen Gesellschaft unter Beweis stellt - in "wahnwitzigem Takt", im Hintergrund die Klangwände der Grateful Dead, schließlich geht es um LSD und so, ruft uns der Rezensent in Erinnerung. Eine Zeitreise, lässt er uns wissen, aber nicht unbedingt in die Vergangenheit.
Robert Seethaler: Die Straße Die Straße ist nicht im Zentrum der Stadt und nicht an ihrem Rand. Versteckt liegt sie irgendwo dazwischen. Kein Besucher würde sich dorthin verirren, und doch passiert in… Nelio Biedermann: Lázár Alles beginnt, sogar das Ende, als Lajos von Lázár, das blonde Kind mit den wasserblauen Augen, zur Welt kommt. Seinem Vater, dem Baron, wird der Sohn nie geheuer sein, als… Lukas Rietzschel: Sanditz Ein imposantes Bild der deutschen Gesellschaft - von der DDR bis in die GegenwartSanditz, eine Kleinstadt am Rande der Republik. Hier leben alte Offiziere, Bürgerrechtler,… Elizabeth Strout: Erzähl mir alles Aus dem Englischen von Sabine Roth. Elizabeth Strout kehrt zurück in die Küstenstadt Crosby in Maine - zu ihren Heldinnen Lucy Barton und Olive Kitteridge. Es ist Herbst…