Aus dem Englischen von Anita Jörges-Djafari. Der Alltag in den staubigen, glutheißen Straßenschluchten des Molochs Lagos und die Kunst hier zu leben und zu überleben bilden das Hauptmotiv vieler der zwanzig prägnanten literarischen Miniaturen. Dabei taucht das ungeschminkte Bild eines Landes auf, das zwischen Öl- und Hightech-Business einerseits und Voodo-Riten und bitterer Armut andererseits zu zerreißen droht. Dabei bemächtigt sich Toyin Adewale vorzugsweise einer betont weiblichen Perspektive auf die Geschehnisse.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 22.07.2000
Ein "überzeugendes Mosaik der nigerianischen Realität" nennt der Rezensent mit dem Kürzel "Hu" die Erzählungen der 1969 geborenen Autorin Toyin Adewale. Um Repression, Korruption und Gewalt und das "alltägliche Überleben" geht es, besonders aus Sicht der nigerianischen Frauen. Der Rezensent lobt den Erzählstil der Autorin als frisch und direkt, "nahe an der Oralität". Als symptomatisch für den Zustand dieses krisenhaften Landes bezeichnet "Hu" den Umstand, dass eine Übersetzung des Manuskriptes in Deutschland erscheint, nicht aber in der Heimat der Autorin. Und das, obwohl Nigeria einst ein literarisch produktives Land war: heute "ein Land in schwerster Krise, in dem Literatur keinen Platz mehr hat".
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