Tristan Marquardt (Hg.), Jan Wagner (Hg.)

Unmögliche Liebe

Die Kunst des Minnesangs in neuen Übertragungen. Zweisprachige Ausgabe
Cover: Unmögliche Liebe
Carl Hanser Verlag, München 2017
ISBN 9783446256545
Gebunden, 304 Seiten, 32,00 EUR

Klappentext

Diese besondere Anthologie ist ein hehres Liebesbekenntnis der Dichter der Gegenwart zu ihren großen Vorfahren im Mittelalter. Lyriker wie Monika Rinck oder Joachim Sartorius, Durs Grünbein oder Nora Gomringer haben Minnelieder aus dem Mittelhochdeutschen übertragen. Die Herausgeber Jan Wagner und Tristan Marquardt laden damit ein, alle großen Dichter des Hochmittelalters kennenzulernen. In diesen Gedichten betreten wir nicht nur ein über achthundert Jahre altes Neuland, eine Welt, deren Begehren uns nah und fremd zugleich erscheint. Die fantastisch unterschiedlichen Übersetzungsweisen durch über sechzig heutige Dichter zeigen darüber hinaus, was für Ideen die Gegenwartslyrik heute prägen.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 25.11.2017

Rezensent Tilman Spreckelsen bekommt ein "Schaufenster" der deutschen Gegenwartslyrik und zugleich der mittelhochdeutschen Minnelyrik mit dem von Tristan Marquardt und Jan Wagner herausgegebenen Band. Wenn Autorinnen und Autoren wie Monika Rink und Marcel Beyer Texte von Walther von der Vogelweide, aber auch von weniger bekannten Minnedichtern wie Gottfried von Neifen mit Nachdichtungen versehen, ist das Ergebnis laut Spreckelsen mal lustig, mal anbiedernd. Fast in jedem Text aber findet der Rezensent anhand der zweisprachigen Ausgabe zeitlose Themen.
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Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 21.10.2017

Für den Rezensenten Hans-Herbert Räkel hat der von Tristan Marquardt und Jan Wagner herausgegebene Band etwas von einem Wettkampf. Wenn deutsche Dichterinnen und Dichter sich nach Aufforderung durch die Herausgeber daran machen, mittelhochdeutsche Gedichte zu übersetzen, ergibt das für Räkel mal durchaus Peinliches, dann aber auch wieder Erhellendes. Mal kommt der Minnelyriker schlecht dabei weg, meint er, mal der moderne Dichter. Gewinner sind laut Räkel die Leser, nicht nur weil die Übertragungen jede Menge poetologische Fragen aufwerfen, so Räkel, auch, weil der häufig genutzte parodistische Zugang dem Minnesang durchaus gerecht wird, wie der Rezensent findet.

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