Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 11.12.2007
Sehr berührt, aber auch beglückt berichtet Ulrike Kolb von diesem Gedichtband des israelischen Lyrikers Tuvia Rübner, der die Rezensentin nur Staunen machen kann: Zum einen darüber, dass Rübner nach über fünfzig Jahren zum Deutschen, seiner Muttersprache, zurückgekehrt ist. Zum anderen über Rübners dichterische Existenz überhaupt: Als einziger seiner Familie hat Tuvia Rübner den Holocaust überlebt, nach seiner Emigration nach Israel musste er noch etliche weitere Schicksalschläge erdulden - seine Frau kam bei einem Unfall ums Leben, sein Gesicht verbrannte ihm zur Hälfte, sein Sohn ist verschollen. Die Gedichte selbst beschreibt die Rezensentin nun als sehr lakonisch, es sind kurze Mitteilungen, Reihungen, deren Weisheit sie darin erkennt, dass sie "so voller Fragen und so ohne Antworten" sind. Ein Beispiel: "Morgens stehst Du auf, dein Körper / mehr oder weniger beisammen / und um 11.30 wirst Du beim Einkaufszentrum / in Stücke gerissen."
Robert Seethaler: Die Straße Die Straße ist nicht im Zentrum der Stadt und nicht an ihrem Rand. Versteckt liegt sie irgendwo dazwischen. Kein Besucher würde sich dorthin verirren, und doch passiert in… Nelio Biedermann: Lázár Alles beginnt, sogar das Ende, als Lajos von Lázár, das blonde Kind mit den wasserblauen Augen, zur Welt kommt. Seinem Vater, dem Baron, wird der Sohn nie geheuer sein, als… Lukas Rietzschel: Sanditz Ein imposantes Bild der deutschen Gesellschaft - von der DDR bis in die GegenwartSanditz, eine Kleinstadt am Rande der Republik. Hier leben alte Offiziere, Bürgerrechtler,… Elizabeth Strout: Erzähl mir alles Aus dem Englischen von Sabine Roth. Elizabeth Strout kehrt zurück in die Küstenstadt Crosby in Maine - zu ihren Heldinnen Lucy Barton und Olive Kitteridge. Es ist Herbst…