Die Zahl der Architekten wächst, die aufgrund der Unruhe, die in der Welt ist, eine architecture parlante der Abwehr ersinnen. Unterschiedlichste Projekte sprechen von der globalen Gewitterstimmung , die es zu ertragen gilt. Die luftigen Utopien sind verweht, der Rückzug in komfortable Sicherheitstrakte wird vorbereitet.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 09.10.2008
Oliver Herwig ist von Ulf Jonaks Bestandsaufnahme zeitgenössischer Architektur als Ausdruck von Angst und Kontrolle schwer beeindruckt, besonders was die sprachliche Verve angeht. Allerdings hätte er sich gewünscht, dass der Autor, Professor für Gestaltung und Architekturtheorie in Siegen, sich neben seinen "zugespitzten Sprachbildern" auch auf ein paar Fakten und Zahlen gestützt hätte, um seine Diagnose zu erhärten und eventuell auch die Gründe für diese Entwicklung zu beleuchten. Trotzdem ist das Vergnügen Herwigs an diesem pointierten kritischen Essay unverkennbar.
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