Mit 55 Abbildungen und einem Text von Marcus Trier. Alfred Seiland besucht seit vielen Jahren Orte der Antike rund um das Mittelmeer und fängt diese mit seiner analogen Großbildkamera ein. Sein Ziel sind die Ruinenstätten des gesamten Imperium Romanum, sei es in Ägypten, Libyen, Israel oder Italien, in Museen von Spanien bis in die Türkei. Vielfach sind seine Motive schwer zugängliche, ja sogar nichtöffentliche Plätze, die dem Touristen normalerweise verborgen bleiben. Seilands Fotografien konfrontieren den Betrachter mit Sujets, die den Konflikt zwischen Antike und Moderne beleuchten. Sie zeigen berühmte Schauplätze der Vergangenheit mit ihrer Architektur, ihren Skulpturen und anderen Kunstwerken. Seiland verdichtet in ihnen Augenblicke zu perfekten Kompositionen und setzt dabei Farbe wie ein Maler ein. Dennoch machen seine Bilder teilweise betroffen, denn immer wieder erzählen sie von Zerstörungen, die Menschen an dem antiken Erbe verursachen.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 25.06.2014
Den Hinweis auf die Ausstellung, zu der dieser Band ursprünglich als Katalog erschien, übergeht Burkhard Müller geflissentlich. Den Band kann er auch so genießen, indem er Alfred Seilands schlichter Vorgabe "ein Bau, ein Bild" mit den Augen folgt und die abgebildeten Hinterlassenschaften des Römischen Reiches bestaunt, auch wenn sie längst Teil eines grellbunten Touristen-Zirkusses sind. Auf den Fotos gehen Trierer Therme und Neonlicht, Bierstand und Palast des Galerius nur geringfügig ironisch gefärbte Einheiten ein, denen der Rezensent die schöne Einsicht verdankt, dass selbst die Römer nicht so sehr für die Ewigkeit, sondern vor allem für Menschen gebaut haben.
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