Ulrich Wickert schreibt über das Land, das er, der Kosmopolit, immer noch am besten kennt und das ihm am meisten am Herzen liegt: Deutschland. Wer sind wir Deutschen? Woher kommt unsere Identität, die doch so verschieden ist von der etwa der Franzosen, Angelsachsen oder Holländer? Vor allem aber: Was sind die Werte, auf die es ankommt, damit Deutschland kein "Sanierungsfall" (Kanzlerin Merkel) bleibt? Ulrich Wickert fordert Ehrlichkeit im Denken, und das heißt vor allem auch: die Dinge offen beim Namen zu nennen.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 21.03.2007
"Wann hört diese Mode eigentlich wieder auf, einen einzigen Gedanken auf mehreren hundert Seiten auszuwälzen?" Johanna Adorjan wurde von Ulrich Wickert drittem Buch, in dem die "Werte" schon im Titel vorkommen, gleich doppelt desillusioniert. Sie versteht die Verlage nicht, die solche Bücher kommissionieren. Und sie will nicht begreifen, warum ein ihr sympathischer Moderator sich ohne erkennbaren Grund auf "Stammtischniveau" herab begibt. Sie findet in dem Buch wenig Gedanken, dafür aber viele leere Sprüche wie "Klartext reden genügt nicht" oder "der Ernst des Lebens hat begonnen". Für Adorjan hat spätestens ab der ersten Seite jedenfalls eine ernste Tortur begonnen, und bis zum Ende findet sie leider keinen einzigen Hinweis, dass dieses Buch nicht das ist, was es ihrer Meinung nach von Beginn an war: "wirklich sehr schlecht".
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