Aus der Macht der Medien ergibt sich eine besondere Verantwortung für den Journalisten. Doch der zunehmende Wettbewerbsdruck, die Flut an Informationen und die Schnelligkeit, mit der sie sich verbreiten, haben zu einer erschreckenden Banalisierung geführt. Voyeurismus, Skandalisierung, Emotionalisierung sind nur einige Stichworte.
Ulrich Wickert stellt die Frage, ob die Presse heute ihre Freiheit missbraucht und erinnert an die goldenen Regeln des journalistischen Handwerks und der Berichterstattung. Sein Essay reflektiert Macht und Verantwortung der Presse und fordert eine Rückbesinnung auf die eigentliche Aufgabe des kritischen Journalismus: Aufklärung.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 04.07.2016
Naja, ein bisschen frischer hätte sich Tanjev Schultz ein Buch zum Journalismus von heute schon vorstellen können: Geht's nicht ein bisschen origineller als mit Kants "Sapere aude"? Aber gut, auf seine alten Tage wird sich Wickert nicht mehr ändern, begütigt Schultz und findet es dann gar nicht so falsch, was der frühere Tagesthemen-Moderator mit Hang zum Moralismus an Mahnung und Warnungen bereithält. Etwa dass der Journalismus nicht zum Amüsierbetrieb verkommen dürfe.
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