Zur Ausstellung im Kunstmuseum Kloster Unser Lieben Frauen, Magdeburg, 2001. Mit 88 Duotone-Fotos. Mit Texten von Annett Gröschner und Matthias Flügge.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 28.11.2001
Wolfgang Jean Stock hat das Buch des 1949 in Magdeburg geborenen Fotografen Ulrich Wüst mit Fotografien seiner Heimatstadt betrachtet und ist offenbar sehr angetan. Seit über zwei Jahrzehnten beschäftige sich der diplomierte Stadtplaner mit "eigentümlichen Stadtwelten", in denen er zwar menschliche Spuren, jedoch selten Menschen dokumentiere. In seiner Langzeit-Studie "Berlin Mitte" habe der Fotograf die baulichen Veränderungen Berlins nach 1990 erfasst, Magdeburg hingegen verbleibe noch in einem "ungewissen Übergang". Wüsts fotografischen Blick charakterisiert der Rezensent als "nüchtern, fast kalt". Dem "Flaneur" gehe es um die Wiedergabe der Wirklichkeit. Auf Magdeburg angewandt heißt dies: funktionslose Flächen, endlose Mauern, ausgeweidete Industriegelände - Dokumente wirtschaftlichen Kahlschlags.
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