Herausgegeben von Arjan Kozica, Kai Prüter, Hannes Wendroth. "Wo, wenn nicht bei der Bundeswehr, kann man Führung lernen?", lautet eine typische Erwartungshaltung, die Führungskräfte aus Verwaltung und Wirtschaft respektvoll formulieren. Einfache Rezepte für gutes Führen gibt es jedoch auch in der Bundeswehr nicht. Historische Konzeptionen wie die Innere Führung geben nur bedingt Hinweise darauf, wie konkrete Führungsherausforderungen gelöst werden können. Wie also sieht eine moderne (militärische) Führung des 21. Jahrhunderts aus, die geeignet ist, aktuelle Herausforderungen wie beispielsweise das Erfordernis der Bundeswehrgemeinsamkeit (zivil und militärisch) im Zuge der Neuausrichtung der Bundeswehr zu bewältigen? Ziel des vorliegenden Bandes ist es, diese Frage kritisch zu beleuchten.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 19.05.2015
Reiner Pommern lernt aus diesem von Arjan Kozica, Kai Prüter und Hannes Wendroth herausgegebenen Sammelband mit Beiträgen von zum Teil hochrangigen Bundeswehrsoldaten, wie eine sinnvolle, effiziente Führung bei den Streitkräften aussehen könnte. Dass dabei Führungstheorie und -praxis der Wirtschaft eine Rolle spielen, wundert ihn nicht. So liest er mit Gewinn über das Führen durch Vorbild, Führen mit Auftrag, emotionale Führung und Führung nach dem Einsatz. Vor allem eines macht ihm die Lektüre klar: Theorie und Praxis der Führung sind zwei verschiedene Paar Stiefel.
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