Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 14.05.2001
Valeska von Rosen hat in der Studie über amerikanische Künstler und ihr Verhältnis zu den wirtschaftlichen und soziologischen Gegebenheiten des ausgehenden 19. Jahrhunderts "präzis differenzierte" Beobachtungen entdeckt und findet die Untersuchung zum Künstler-Selbstverständnis, das dem in Europa gänzlich entgegengesetzt ist, sehr faszinierend. In Amerika verstanden sich Maler nicht als bohemehafte Außenseiter, sondern als Geschäftsleute, die einer ehrbaren und gewinnbringenden Tätigkeit nachgehen, referiert sie. Umgekehrt hätten amerikanische Millionäre im 19. Jahrhundert die "Bedeutung kultureller Werte als Mittel zur sozialen Distinktion" erkannt. Rosen lässt sich von der Argumentation der Autorin, die sich auf Max Webers Analyse der "Dominanz der puritanisch-protestantischen Ethik" in den USA beruft, überzeugen und ist beeindruckt von der "Fülle von Ergebnissen", mit der Frohne aufwarten kann. Einzig, dass die Autorin nicht genauer analysiert, wie sich die "Normbestätigung" der amerikanischen Künstler in ihrem Malstil manifestiert, bedauert die Rezensentin ein bisschen
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