In einer Londoner Schule wird ein Computerspiel herumgereicht: Erebos. Als Raubkopie geht es von Hand zu Hand und wer es spielt, kommt nicht mehr davon los. Dabei sind die Spielregeln äußerst streng: Jeder hat nur eine Chance, Erebos zu spielen. Er darf mit niemandem darüber reden und muss immer allein spielen. Und - wer gegen die Spielregeln verstößt oder seine Aufgaben nicht erfüllt, fliegt raus und kann das Spiel auch nicht mehr starten. Merkwürdig ist aber, dass die Aufgaben, die Erebos stellt, nicht in der Welt von Erebos, sondern in der Wirklichkeit ausgeführt werden müssen. Die Fiktion des Spiels und die Realität verschwimmen auf irritierende Weise. Auch Nick ist süchtig nach Erebos, bis das Spiel ihm befiehlt, einen Menschen umzubringen. Natürlich führt er diesen Auftrag nicht aus und wird prompt vom Spiel ausgeschlossen. Als auch noch sein bester Freund Jamie schwer verunglückt, begreift Nick: Erebos ist weitaus mehr als nur ein harmloses Computerspiel!
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 07.04.2010
Nur schwer lassen sich Thomas Binottos Befürchtungen aus dem Weg räumen, Ursula Poznanski wolle mit ihrem Jugendthriller um ein unheimliches Computerspiel doch nur belehren und vor der bösen Computerwelt warnen. Doch schließlich lässt er sich davon überzeugen, dass er tatsächlich ein ungemein spannendes Buch um ein Computerrollenspiel vor sich hat, das seine Mitspieler immer fester an sich bindet und schließlich auch zu Taten in der realen Welt treibt. Nur das London, in dem der Roman spielt, bleibt dem ansonsten völlig gebannten Rezensenten zu kulissenhaft um zu überzeugen.
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