Mit Texten von Bonaventura und Ute Langanky. Nachwort von Ulf-Erdmann Ziegler. In den drei Kapiteln der "Nachtwache" verbinden sich treffend Elemente der Schwarzen Romantik mit der Präsenz der militärischen Geschichte des Aufnahmeortes der ehemaligen Nato-Raketenstation Hombroich - wie jeder kriegerische Ort ein "Nightmare".
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 16.02.2002
Ein einsamer, seiner eigentlichen Funktion entledigter Wachtturm auf dem Gelände eines ehemaligen Lagers für Nato-Raketen steht im Zentrum der Nachtaufnahmen in Ute Langankys Fotoband "Nachtwache". Ein Sujet, das "romantischen Sehnsüchten an eine schwelgerische Nachtwanderung gehörig entgegensteht", wie Daniel Kothenschulte festhält. Ein Sujet mithin, mit dem Langanky erst gar nicht in die Gefahr kommt, in den Kitsch abzugleiten. In ihren Fotos verliere der Wachtturm seine Unwirtlichkeit nicht, resümiert Kothenschulte, wohl aber seine Fähigkeit zur Einschüchterung. Der Wachturm scheine - wie die Leuchttürme der englischen Filmkünstlerin Tacita Dean - vor allem für das Wachen selbst zu stehen. Keine "gefälligen Reize", sondern Poesie in melancholischen Bildern.
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