Aus dem Amerikanischen von Mia Pfahl. Mit einem Vorwort von Wes Anderson. Die Filme des Regisseurs Wes Anderson bestechen vor allem durch eines: ihre einzigartige, unverkennbare Bildsprache. Ungewöhnliche, überraschende, teils bizarre Szenerien - häufig symmetrisch, mit weichen Pastelltönen oder kraftvollen Mustern und immer perfekt durchkomponiert. Eine ganz besondere Ästhetik, die Millionen Fans lieben. Und zwar so sehr, dass sie sich weltweit auf die Suche begeben und Orte aufspüren, die aussehen, als seien sie einem Wes-Anderson-Film entsprungen - accidentally Wes Anderson eben. Ergänzt um Geschichten zu den abgebildeten Plätzen und Gebäuden sowie über die Menschen hinter den Fassaden, zeigt dieser Band die schönsten und schrägsten Fundstücke - vom Wiener Amalienbad mit seinen bunten Art-déco-Elementen über die rosafarbene Fassade der Central Fire Station in Marfa, Texas, hin zum einsamen Cape-Bruny-Leuchtturm vor der Küste Tasmaniens.
Rezensionsnotiz zu
Deutschlandfunk Kultur, 03.11.2020
2017 gründete der Amerikaner Wally Koval die Instagram-Community "Accidentally Wes Anderson", die Fotos von Orten und Settings wie aus einem Wes Anderson Film versammelt, weiß Rezensentin Eva Hepper. Nun liegen über 200 der besten Fotografien in einem prächtig gestalteten Bildband vor, freut sich die Kritikerin, die fasziniert die Aufnahmen von Hotels, Kiosken, Bibliotheken, Leuchttürmen oder Bahnhöfen betrachtet und immer den typischen Wes-Anderson-Moment entdeckt. Dass Koval in Texten über weitere Kuriositäten der aufgenommenen Orte informiert, macht den Band für Hepper zu einem grandiosen, "herrlich skurrilen" Ereignis.
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