Wenn ihre Familie nicht so anstrengend wäre, sie endlich eine Freundin finden und den Alltagkram besser geregelt bekäme, wäre das Leben für Luisa schön. Das Leben ist aber nicht schön. Weil Luisa verträumt und ein Schusselkopf ist: die Hausaufgaben vergisst, beim Einkaufen trödelt, bis die Geschäfte geschlossen haben, und auch gerne mal patzige und genervte Kommentare abschießt. Probleme über Probleme!
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 26.05.2007
Luisa, elf Jahre alt, fast aber schon zwölf, hält es zuhause nicht mehr aus. Freunde hat sie keine, ihre Familie zeigt keinerlei Lust, Verständnis für ihren Ärger und Weltschmerz an den Tag zu legen. Mit einem "Flucht-Traum" beginnt das Buch und dann reißt Luisa wirklich aus. Lebensgefährlich gerät diese Flucht, aber der Rezensent Wilfried von Bredow verrät in seiner Rezension, dass Luisa am Ende wohlbehalten zurückkehrt zu ihrer Familie, die sie nun anders wahrzunehmen gelernt hat. Das Buch führt das ewige Thema von der Familie als ewiger Quelle von Kummer und Wut vor Augen, durchaus überzeugend, wenn man den Rezensenten, der es so explizit nicht sagt, richtig versteht. Aber es zeigt zugleich: Wo der Ärger herkommt, wächst das Rettende auch.
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