Nur noch ein Drittel der Familien schaffen es, unter der Woche zusammen zu essen. Vor allem leiden darunter die Kinder, denn Studien belegen: Das Essverhalten und die Tischkultur sind von enormer psychosozialer Bedeutung. Dass Eltern und Kinder mindestens einmal am Tag zusammen am Tisch sitzen, fordert deshalb Veronique Witzigmann. Als Tochter des Jahrhundertkochs Eckart Witzigmann kennt sie große Esskultur, als berufstätige, alleinerziehende Mutter die Hindernisse, die dem gemeinsamen Kochen und Essen im Wege stehen. Ihr Plädoyer ist deshalb zugleich ein alltagstauglicher, humorvoller Ratgeber. Von ihren Kindheitserinnerungen und Erfahrungen schlägt sie eine Brücke zu ganz konkreten und realistischen Erziehungstipps, Benimm-Basics und Rezeptvorschlägen, die beweisen, dass familiäre Tischkultur auch in Zeiten von Dauerstress und Multitasking gepflegt werden kann.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 28.12.2009
Das Buch ist für Christian Geyer ein echter Gewinn. Hier lernt er endlich, wie sich das Wort "Familienleben" im Alltag ganz unverkrampft buchstabieren lässt. Bei Tisch genauer gesagt. Dass Veronique Witzigmann (Tochter des Kochs, genau) bei ihrer Darstellung von Tischkultur ohne Nostalgie auskommt, dass sie konkrete Tipps und Tricks parat hält, wie sich schon die Kleinsten fürs kulinarische Miteinander begeistern lassen, rechnet er ihr hoch an. Als Mann, vermuten wir, schätzt er vor allem ihre Rezepte für die schnelle Familienküche.
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