Dieses Buch zeigt an zehn Beispielen, wie sich im Laufe der Jahrhunderte unser Verhältnis zum Geld und zu denen, die viel davon besitzen, verändert hat. Volker Reinhardt erzählt vom reichsten und zugleich geizigsten Kaufmann des Mittelalters und von einem König, der seine Gäste ganz unköniglich bewirtete, von dem Bankier James Wood, der zum Urbild Dagobert Ducks wurde, und von Jean Paul Getty, dem Ölmagnaten und Kunstsammler, der sich hartnäckig weigerte, seinen entführten Enkel freizukaufen. Er berichtet von Geizigen, die reich wurden, und von Knausern, die sich zugrunde gerichtet haben. Ein kurzweiliges Buch für alle, die wissen wollen, ob Geiz wirklich geil ist.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 08.10.2009
Rezensent Christoph Albrecht errechnet den Gebrauchs- und Unterhaltungswert von Volker Reinhardts Buch über berühmte Geizhälse der Geschichte als eher gering, was aber vielleicht auch mit am Sujet liegt, wie er mutmaßt. Weder machen die Ausführungen das psychologische Unterfutter des Geizes einsehbar, noch lesen sich die Geschichten um historische Geizkragen wirklich vergnüglich, zu "trostlos" seien deren Leben und die daraus zu erzählenden Anekdoten, bedauert Albrecht in seiner knappen Kritik. Und so will er auch keine Kaufempfehlung für das Buch aussprechen, sondern rät - ganz geizig - auf das kostenfrei entleihbare Bibliotheksexemplar zu warten.
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