Napoleon Bonaparte zählt zu den faszinierensten Gestalten der Geschichte. Sein Aufstieg aus dem Nichts zum Herrscher über Europa, sein ebenso jäher Absturz und leidvolles Ende haben seit jeher die Phantasien gereizt und die Historiker zu immer neuer Auseinandersetzung herausgefordert. Auch heute ist das Interesse an Napoleon ungebrochen, wie nicht zuletzt der monumentale TV-Vierteiler über den großen Korsen im letzten Jahr zeigte. Und nach wie vor schwanken die Urteile zwischen höchster Bewunderung und schärfster Verurteilung. Diese Biografie schlägt eine Schneise durch das Dickicht der Napoleon-Literatur. Sie geht den Bedingungen einer außergewöhnlichen Karriere nach und zeichnet das facettenreiche Bild einer widersprüchlichen Persönlichkeit.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 03.12.2004
Volker Ullrich ist ein "Meister der zusammenfassenden Formulierkunst", findet Wolfgang Kruse. Und deshalb könne sich seine knappe Biografie durchaus würdig in die Reihe der achtzigtausend Bücher stellen, die bisher schon über Napoleon verfasst wurden. Und als wolle er es dem solcherart gelobten Autoren nachtun, erzählt der Rezensent in nochmals verkürzter Form das Leben und die Karriere des Bonaparte. Hintenan fügt er sein knappes Urteil: Ullrich biete nichts Neues, insbesondere "keine eigene Deutung des großen, das Schicksal Europas bestimmenden Mannes", doch er liefere eine "dichte", "anschauliche" und "unterhaltsame" Schilderung.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 29.11.2004
Volker Ullrich hat mit seiner Biografie
ein "schmales" aber durchweg überzeugendes Buch über
Napoleon vorgelegt, lobt Benedikt Stuchtey. In seiner kurzen Kritik
macht der Rezensent deutlich, wie gut es ihm gefällt, dass der
Autor die mittlerweile doch etwas "leidenschaftslose
Beurteilung" Napoleons in den Geschichtsbüchern durch seine
"ästhetisch gemachte" und mit vielen Abbildungen und
Zitaten versehene Lebensbeschreibung wieder lebendiger werden lässt.
Ullrich ist ein "perspektivenreicher" Blick auf den
Feldherrn und Staatsmann gelungen, der seine Leser nicht mit
ausufernder "Datenfülle ermüdet", so der
Rezensent sehr angetan.
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