Wallace Stegner

Zeit der Geborgenheit

Roman
Cover: Zeit der Geborgenheit
dtv, München 2008
ISBN 9783423246613
Gebunden, 417 Seiten, 14,90 EUR

Klappentext

Aus dem Amerikanischen von Chris Hirte. Die Geschichte der jahrzehntelangen Freundschaft der Ehepaare Lang und Morgan, die ein letztes Mal am Sterbebett von Charity Lang zusammentreffen, ist eine Liebesgeschichte besonderer Art. Ein melancholisches Echo auf viele glückliche Jahre, aber auch geteilte Schicksalsschläge.Liebe und Vertrauen, Nähe und Respekt sind die Pfeiler, auf die zwei Ehepaare ihre Freundschaft bauen. Die seltene Tiefe dieser Freundschaft und die Veränderungen, die diese im Laufe der Jahrzehnte durch Schicksalsschläge und berufliche Erfolge oder Niederlagen erfährt, sind das Drama, das Wallace Stegner hier entfaltet.Als die Langs den Morgans zum ersten Mal begegnen, könnte der Unterschied, was Herkunft, gesellschaftlichen Status und Charakter angeht, zwischen ihnen kaum größer sein. Doch gerade dies weckt ihre Neugier aufeinander.

Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 08.01.2009

Rezesent Piero Salabe ist sehr glücklich, dass die deutsche Ausgabe des letzten Romans von Wallace Stegner aus dem Jahr 1987 hierzulande eine Wiederentdeckung dieses großen amerikanischen Autors möglich macht. Das Buch, das dem Rezensenten zufolge im Original nach einer Verszeile des Dichters Robert Frost ?Crossing to Safety? heißt, erzähle die Geschichte einer Freundschaft zweier Männer und ihrer Frauen in den dreißiger Jahren, die sich ?gegen die Sinnlosigkeit der Zeit behauptet?. Der Rezensent beschreibt beeindruckt, wie Stegner seine Figuren und ihre Beziehung zueinander entwirft, kleine private Ereignisse zu Sternstunden des Lebens werden lässt und auch den Bruch sich zwischenzeitlich in die Freundschaftsbande einschleichen lässt. Auch der große inhaltliche Entwurf, den dieser Autor mit seinem Konzept von Freundschaft, dem Chaos der Instinkte und Gefühle etwas Bleibendes abzuringen, vorlegt, bewegt Salabe sehr. Der Übersetzung von Chris Hirte wird Eleganz und Einfühlungsvermögen bescheinigt.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 28.11.2008

Lektüre zur Zeit, freut sich Felicitas von Lovenberg über die Übersetzung von Wallace Stegners vor 21 Jahren im Original erschienenen, offenbar angenehm kontemplativem Buch. Weihnachten und Rezession kündigen sich an, da gefälllt Lovenberg der Vorschlag des Autors, über Anstand und Loyalität nachzudenken. Dass es in dem Roman um Herzens-, nicht um Geldangelegenheiten geht, um Trost und Demut und die große Freundschaft zweier Ehepaare, dass Stegner aus radikaler Erfahrung erzählt und zwar "weise", macht das Buch für sie zum zeitgemäßen Erlebnis.

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