Walter Moers

Qwert

Roman
Cover: Qwert
Penguin Verlag, München 2025
ISBN 9783328604273
Gebunden, 592 Seiten, 42,00 EUR

Klappentext

Mit Kopffarbschnitt in limitierter Erstauflage. Nach einem Sturz durch ein Dimensionsloch erwacht Qwert, der Gallertprinz aus der 2364. Dimension, in der Parallelwelt Orméa. Irritiert stellt er fest, dass er im Körper und der Rüstung eines attraktiven Ritters steckt, den er aus Trivialromanen kennt: Prinz Kaltbluth. Kein Wunder also, dass er zunächst eine gefesselte Schönheit befreien muss, die von einem dreiköpfigen Ungeheuer bewacht wird. Mit Hilfe seines unsichtbaren Degens Tarnmeister gelingt die Befreiung - doch die Gerettete entpuppt sich als gefährliche Janusmeduse, die alles Leben mit ihrem bösen Blick in Stein verwandeln will. Von nun an hat Prinz Kaltbluth eine ritterliche Verpflichtung: Er muss Orméa von der entfesselten Meduse erlösen. Ungünstig nur, dass er sich gerade unsterblich in sie verliebt hat. 

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 28.11.2025

Rezensentin Katharina Granzin lässt sich von Walter Moers' "Qwert" in einen Zustand versetzen, der "über herkömmliche Gelassenheit weit hinaus" geht. Denn die 43 kurzweiligen Abenteuer des Gallertprinzen Qwert aus der 2364. Dimension, der durch durch ein Loch in seiner Dimension fällt und gestaltverwandelt als Ritter in einer anderen Welt wieder herauskommt, bieten die perfekte Dosis Eskapismus in genau der richtigen Darreichungsform. Literatur, die sich nicht besonders um Relevanz bemüht und schwergewichtige Bedeutsamkeit, sondern stattdessen für Erleichterung, Ermutigung, Anregung sorgt - genau das kann Granzin offenbar gut gebrauchen. Herrlich illustriert, extrem unterhaltsam, skurril, vollgepackt mit diversen Anspielungen und perfekt dem Erzählprinzip der Serie folgend, ist "Qwert" damit ein echtes Wunderwerk der literarischen Heilkunst, so die Rezensentin.

Rezensionsnotiz zu Deutschlandfunk, 13.11.2025

Walter Moers hat wieder mal ein Buch über seine Fantasiewelt Zamonien  geschrieben, freut sich Rezensent Stefan Koldehoff, die Geschichte  erinnert ihn an die mittelhochdeutschen Aventiuren: Das Fantasiewesen Qwert Zuiopü stürzt über ein "Dimensionsloch" hinein in die Handlung  einer in Zamonien sehr bekannten Buchreihe, in der er auf einmal ein  Ritter ist und die Welt Orméa retten muss. Das Problem dabei? Er hat sich in das zu bekämpfende Fabelwesen verliebt, wie Koldehoff resümiert. Das Buch liest sich für ihn spaßig, anspielungsreich und mitreißend, wie er schließt.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 05.11.2025

Der Rezensent Andreas Platthaus ist restlos hingerissen von Walter Moers' neuem Zamoniaband, den er als "literarisch ausgefuchst und wunderbar abstrus" feiert. Mit barocker Lust an Abenteuern, Anspielungen und Selbstironie lasse Moers den einst aus "Blaubär" entschwundenen Gallertprinzen Qwert zurückkehren, begleitet von Figuren wie den "Rostigen Gnomen" und dem Reitwürmchen Schneesturm. Platthaus preist den Roman als rasant erzählte Ritterparodie "in 43 Aventiuren", die Cervantes' Don Quijote ebenso zitiere wie sie sich zu einem hochvirtuosen metafiktionalen Spiel steigere: "Der Einsame Denker denkt uns", erklären die Figuren, wobei der "einsame Denker", so vermutet Platthaus, Moers selbst ist. Auch die Illustrationen sorgten für "Qwert-Qualität". Für Platthaus ist dieses fast sechshundertseitige Vergnügen ein Triumph: vor Fantasie, Sprache und erzählerischer Kühnheit. 
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