Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 11.09.2004
Ein Grundübel sieht der Finanzwissenschaftler Walter Wittmann als Schuldigen an dem Nachlassen der Schweizer Wirtschaftsdynamik, an der im Lande herrschenden "Lethargie": den titelgebenden Sicherheits-Wahn seiner Landsleute. Der Sozialstaat habe das Land unter eine "Glasglocke" gebracht, in der es nur noch um "Vorsorgesicherheit, innere Sicherheit, äußere Sicherheit, Arbeitsplatzsicherheit, Versorgungssicherheit" geht. Was Wittmann dagegen stellt, ist die "Freiheit" des Risikos, das der Einzelne auf sich nehmen sollte. Werner C. Hug stellt fest, dass der Autor im Vergleich zu seinem vor zwanzig Jahren erschienenen wissenschaftlicheren Werk "Ausverkauf der Sicherheit" polemischer geworden ist. Seine Skepsis, ob der "Sicherheits-Wahn" tatsächlich für alle vom Autor aufgezählten Übel verantwortlich ist, formuliert der Rezensent vorsichtig in Frageform.
Robert Seethaler: Die Straße Die Straße ist nicht im Zentrum der Stadt und nicht an ihrem Rand. Versteckt liegt sie irgendwo dazwischen. Kein Besucher würde sich dorthin verirren, und doch passiert in… Nelio Biedermann: Lázár Alles beginnt, sogar das Ende, als Lajos von Lázár, das blonde Kind mit den wasserblauen Augen, zur Welt kommt. Seinem Vater, dem Baron, wird der Sohn nie geheuer sein, als… Lukas Rietzschel: Sanditz Ein imposantes Bild der deutschen Gesellschaft - von der DDR bis in die GegenwartSanditz, eine Kleinstadt am Rande der Republik. Hier leben alte Offiziere, Bürgerrechtler,… Elizabeth Strout: Erzähl mir alles Aus dem Englischen von Sabine Roth. Elizabeth Strout kehrt zurück in die Küstenstadt Crosby in Maine - zu ihren Heldinnen Lucy Barton und Olive Kitteridge. Es ist Herbst…