Mit einem Vorwort von Walton Ford. Mit zahlreichen Abbildungen. Vor über 66 Millionen Jahren von der Erde verschwunden, üben Dinosaurier seit ihrer Wiederentdeckung im 19. Jahrhundert eine ungeheure Faszination auf den Menschen aus. Kein Wunder, dass man früh den Wunsch verspürte, nicht nur Fossilien und Skelette betrachten zu können. Im Jahr 1830 malte ein englischer Wissenschaftler namens Henry De la Beche das erste Stück Paläokunst: eine überwältigende, herrlich makabre Darstellung prähistorischer Reptilien, die sich unter Wasser bekämpfen. Seitdem haben sich Künstler in aller Welt daran gemacht, unsere Vorstellung einer prähistorischen Zeit mit Visionen von Dinosauriern, Wollmammuts, Höhlenmenschen und anderen Kreaturen zu illustrieren, in denen sie wissenschaftliche Fakten mit zügelloser Fantasie vermengen.
Anhand von Werken aus der Zeit von 1830 bis 1990 zeichnet dieser Band die wundersame Geschichte der Paläokunst nach und macht augenfällig, wie sehr Zeitgeist, gesellschaftliche Verhältnisse und individuelle künstlerische Präferenzen das Bild der Urzeit bestimmten. So begegnen wir Dinos, die vom Fauvismus, vom Japonismus oder vom Jugendstil geprägt sind, viktorianischen und sowjetrussischen Sauriern, Pulp-Dinos, albtraumhaften Monstern und majestätischen Titanen, aufgespürt in großen Naturkundemuseen, obskuren Archiven und privaten Sammlungen.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 08.02.2018
Vergnügt blättert Rezensentin Stephanie Kusma durch den drei Kilogramm schweren Bildband über Paläo-Kunst der Kunsthistorikerin Zoë Lescaze, in dem sie das Treiben ausgestorbener Meerestiere anhand rekonstruierter Abbildungen verfolgt. Vom heutigen Wissensstand längst überholt, geben die Darstellungen aus dem 19. bis 20. Jahrhundert Aufschluss darüber, wie subjektiv die Maler Kreaturen mit ein paar Hörnern oder einem Schwänzchen mehr versehen haben - und darin liegt ihr künstlerischer Wert, meint die Rezensentin. Toll findet sie auch, dass sich einige Bilder bis auf einen Meter Länge ausklappen lassen.
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