Englisch-Deutsch-Französisch. Von Fledermäusen bis zu Flechten, von Echsen bis zu Würfelquallen, von Spinnenbeinen bis zu Mikroben aus den Tiefen der Ozeane: Der Künstler, Philosoph, Arzt und Meeresforscher Ernst Haeckel entdeckte im 19. Jahrhundert selbst in den kleinsten Geschöpfen die Schönheit des Lebens. Eine Sammlung von über 450 seiner schönsten Tafeln.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 19.01.2018
Rezensentin Michaela Metz lässt sich von diesem sechseinhalb Kilo schweren "Prachtband" in die Unterwasserwelt entführen und ist tief beeindruckt, wie schön hier die detailliert ausgearbeiteten Zeichnungen des Forschers Ernst Haeckel in Szene gesetzt werden. Gebannt betrachtet sie die schillernde Farbgebung von Quallen und anderen Unterwasserlebewesen, der sich Haeckels Forschung widmete. Wunderschön und reichhaltig porträtiere der Band die Arbeit eines Wissenschaftlers, der Biologie und Philosophie verband und dessen Zeichnungen nicht nur als Inspiration für Künstler des 20. Jahrhunderts dienten, sondern dessen Forschungsergebnisse zudem bis heute Einzug in Schulsachbücher halten. Dass Haeckel zu den wissenschaftlichen Wegbereitern der Rassenhygiene gehörte, verschweigt die Kritikerin nicht, dennoch würdigt sie das Buch als Hommage an jene präzisen Zeichnungen, die noch heute für die Wissenschaft von Bedeutung sind.
Rezensent Michael Pilz verfällt der Schönheit der prachtvoll "leuchtenden Discoquallen" in diesem acht Kilo schweren Ernst-Haeckel-Kunstband, den Rainer Willmann und Julia Voss nun herausgegeben haben. Fasziniert betrachtet der Kritiker Staatsquallen, die wie "Rokoko-Koketten" scheinen, Kalkschwämme, von Haeckel wie "Kathedralen" gezeichnet und bewundert einmal mehr die Kunst des Mediziners und Philosophen, die Grenzen zwischen Natur und Kultur verschwimmen zu lassen. Darüber hinaus erfährt der Rezensent hier, wie sehr Haeckels Illustrationen etwa die Kunst von Edvard Munch, Gustav Klimt oder Max Ernst beeinflusste.
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