Herausgegeben und mit einem Nachwort von Lisbet Thew.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 17.08.2000
Mehrere Aspekte haben Charitas Jenny-Ebeling an diesem Band besonders beeindruckt. Da ist zum einen das Neue, das der gebürtige Amerikaner und Pianist Thews bei der Erlernung der rätoromanischen Sprache für sich entdeckte - ein Gefühl, dass "alles so jung und unverbraucht" schien wie gerade erst erschaffen. Zum anderen scheint der Rezensentin das Wissen Thews um seine begrenzte Lebenszeit (er litt an einer unheilbaren Krankheit) zu einer eindrucksvollen Konzentration geführt zu haben, bei der nur das Wesentliche in einer äußerst knappen Form auf den Punkt gebracht wird. Vor allem aber würdigt sie Thews Talent für Wortspiele und Klänge, bei denen sich - wie sie findet - bisweilen "Abgründe" auftun. Als Beispiel führt sie unter anderem die Zeile `sgür sco il s-chür` ("sicher wie das Dunkel") auf - für sie viel, viel mehr als "sprachliche Fingerübungen". Abschließend weist Jenny-Ebeling auf die "kompetente" Übersetzung und das Nachwort der Witwe des Autors Lisbet Thews hin und äußert die Hoffnung auf eine baldige Veröffentlichung des gesamten Nachlasses.
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