2., durchgesehene und erweiterte Auflage. Das intellektuelle Porträt des "Vaters der deutschen Dichtung" zeichnet den Aufbruch einer neuen Kunstgesinnung im Krisenszenario des frühen 17. Jahrhunderts. Im Mittelpunkt stehen Opitz' humanistische Anfänge und die bekannten Werke nicht nur der Heidelberger Zeit. Dazu zählt auch die von Trauer und Leidenschaft bewegte politische Dichtung, in der Opitz den Dreißigjährigen Krieg als nationales Unglück reflektierte. Zu verfolgen ist, wie sich neue ästhetische Konzepte mit moralischen Lebensentwürfen und mit den Problemen einer schwierigen Vita verknüpften. Die Frage nach dem Beitrag der deutschen Literatur zur Bewusstwerdung der deutschen Nation erweist sich als Leitmotiv.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 13.11.2001
Hans-Jürgen Schings findet, dass Martin Opitz bei Kühlmann eine "gute Figur" abgibt. Da die Quellenlage etwas dürftig sei, verschränke der Autor Lebens- und Fluchtstationen des poetischen Reformers und großen späthumanistischen Gelehrten mit seinem Werk, das er als "Konfessionen eines Zeitzeugen" lese. So weit, so gut, meint Schings, knifflig werde es an dem Punkt, an dem sich Opitz politisch wie literarisch den Verhältnissen anpassen musste, etwa als er in die Dienste des schlesischen Grafen Dohna trat. Der Autor rette sich und seinen Poeten, indem er ihn auf einen überparteilichen Gelehrtenstuhl hebe, der zwar gewisse Anpassungsleistungen erforderlich machte, aber insgesamt nicht die Moral verderben konnte. So steht Opitz am Ende bei Kühlmann als "Kulturpatriot" in schönster Unschuld da, schreibt Schings, ein sympathischer Kerl, der seinen Patriotismus in Verse für ein friedliches Vaterland gießen konnte.
Nelio Biedermann: Lázár Alles beginnt, sogar das Ende, als Lajos von Lázár, das blonde Kind mit den wasserblauen Augen, zur Welt kommt. Seinem Vater, dem Baron, wird der Sohn nie geheuer sein, als… Robert Seethaler: Die Straße Die Straße ist nicht im Zentrum der Stadt und nicht an ihrem Rand. Versteckt liegt sie irgendwo dazwischen. Kein Besucher würde sich dorthin verirren, und doch passiert in… Petra Morsbach: Orion Nora lernt bei einem Studentenjob ihren späteren Mann kennen, einen Archivar. Sie wird Lehrerin für Deutsch und Geschichte in einem oberbayerischen Gymnasium, zieht einen… Florian Illies: Träume aus Feuer Tauchen wir ein in die großen Träume eines großen Mannes: Johannes Kunckel ist ein Magier und Alchemist, der daran glaubt, Gold zaubern zu können. Der brandenburgische Kurfürst…