Schreiben ist eine der schönsten Hauptsachen der Welt. Wer nicht nur für sich Erlebtes und Erdachtes festhalten will, sondern schreibt um seinen Lebensunterhalt zu bestreiten, dem zeigt ein erfahrener Autor Wege durch den schwierigen Alltag der freien Schriftstellerei und ihrer Bedingungen, von der Mediensituation über den Büchermarkt bis zu Autorenverträgen und Steuererklärungen.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 24.08.2002
Der mit "upj." zeichnende Rezensent ist entzückt! Da er selbst um die Schwierigkeiten weiß, die der Versuch mit sich bringt, vom Schreiben zu leben, scheint er sich vom Autor sowohl verstanden als auch gut beraten zu fühlen. Der Autor wisse um die Widrigkeiten im Privatleben, die das Schriftstellerdasein mit sich bringe, seien es nun die freizeitlichen Verlockungen, die an jeder Ecke lauern, der verständnislose Lebenspartner oder aber die beruflichen Schwierigkeiten, die es schließlich auch en masse gebe. Nach Ansicht des Rezensenten ein "Büchlein mit handfesten Tipps", das anscheinend ins Schwarze getroffen hat.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 22.07.2002
Ein Buch für Verwegene, so viel ist klar. Niemand, so Michael Jeismann in seiner knappen Besprechung, soll künftig noch sagen, er sei nicht gewarnt worden. Dafür bietet das Bändchen eine "Arbeitsplatzbeschreibung für die Berufssparte Schriftsteller", d.h. Informationen zu Honoraren, Formen der Zensur oder den Tücken von Verlagsverträgen. Alles hilfreich und gut. "Reizvoll" aber findet Jeismann das Buch vor allem darum, weil sein Autor sich selbst zu denjenigen zählt, die ihr Geld mit Schreiben verdienen - mit so einem Buch zum Beispiel. Und da wird dem Rezensenten dann doch schwer ums Herz. Auch nicht die Spur von einem "Abenteuer Schreiben" findet sich bei Bittner. Und ein "traurig stimmendes Kapitel" über die Anfertigung von Gebrauchsliteratur, in dem den armen Romanfiguren kein bisschen Eigendynamik zugestanden wird, veranlasst den Rezensenten zu der Vermutung, dass, sollte der Beruf des Schriftstellers wirklich so aussehen, wie Bittner ihn beschreibt, es nicht viele geben wird, die diesen Ratgeber überhaupt brauchen.
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