Wolfgang Eschker erzählt die Geschichte eines jungen Mannes, dessen Leben in der Luft hängt. Für ihn scheint sich lange keine bürgerliche Perspektive ergeben zu wollen; aber es gibt die Perspektive des Witzes und des Übermuts ...
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 07.08.2001
Höchst beschwingt schreibt Walter Hinck über diesen kleinen Roman, der an der Schnittstelle von Stadt und Land und Tradition und dem Jargon der Zukunftstechnologien zu spielen scheint. Hinck erkennt im Sprechlehrer Thomas Uhlmann, der Hauptfigur der "Gegenwindlerche", einen Nachfahren von Eichendorffs "Taugenichts" und kann sich an Beispielen für Eschkers Übertragungen von Eichendorffs Leichtigkeit und Naturlyrik auf heutige Verhältnisse nicht satt lesen. Immer wieder zitiert er Beispiele für Eschkers Metaphorik ("die Spatzen halten ein Tschilp-in"), freut sich über die Wiederaufnahme von Märchenmotiven in der nüchternen Szenerie von Vorstadtsiedlungen und annonciert gar "eine der schönsten Liebesszenen, die ich in neueren Romanen gelesen habe" - sie spielt in einer Telefonzelle. Offensichtlich ein großer Coup des kleinen Gollenstein-Verlags.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 24.03.2001
Jörg Drews nennt diesen Kurzroman von Wolfgang Eschker einen "Glücksfall", weil er "leichtfüßig" ist und "hüpfend über die Seiten kommt" - und trotzdem nicht oberflächlich bleibt. Ähnlich hüpfend und leichtfüßig plappernd - wie er den Autor findet - beschreibt der Rezensent den examinierten Germanisten, den "gut gelaunten Zwangstaugenichts", der der Protagonist dieser Geschichte ist. Drews kommt aus dem Lob gar nicht mehr heraus, und nennt das Buch einen deutschen Roman, der sich auf angenehme Art von angelsächsischen short stories unterscheidet.
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