Das Türkische ist ein Kosmos für sich und beschränkt sich geografisch nicht nur auf das Staatsgebiet der Türkischen Republik, wie man es heute kennt. Vom Balkan bis in den Osten Sibiriens leben und fördern Dynastien die türkische Kultur und Literatur in ihrer ganzen Bandbreite. Wolfgang Günter Lerch folgt in chronologischer Weise dem reichhaltigen Schrifttum dieser Turkvölker und erschließt damit erstmals das kaum behandelte Thema der facettenreichen türkischen Literatur außerhalb der Türkei.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 09.08.2013
Interessant findet Astrid Kaminski das Buch schon, das Wolfgang Günter Lerch, pensionierter FAZ-Redakteur, hier vorlegt. Aber auch ein bisschen speziell. Die Geschichte des im heute mazedonischen, damals osmanisch beherrschten Skopje geborenen Dichters Yahya Kemal Beyatli fällt zusammen mit der Geschichte der Gründung des laizistischen Nationalstaates durch Kemal Atatürk. Damit einher ging auch die Ablösung der arabischen Schrift durch die lateinische. Das bedeutete, so Kaminski, dass Beyatli als Dichter eine Art Doppelleben führte: einerseits war er von der osmanischen Tradition der Dichtkunst geprägt, die ihrerseits von arabischen und persischen Einflüssen bestimmt war, andererseits war er ein Anhänger der Pariser Symbolisten, in deren Kreis er viele Jahre lebte. Den Gedichten selbst kann Kaminski allerdings nicht so viel abgewinnen wie Lerchs "intellektuellem Streifzug" durch diese Zeit des Übergangs.
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