Aus dem Englischen von Tanja Handels. Was bedeutet es, sich in eine neue Realität zu fügen - oder sich ihr zu widersetzen? Gibt es eine Hierarchie von Leiden, und wer legt sie fest? Wie stehen Zeit und Arbeit in Beziehung? Was bedeuten uns in der Isolation andere Menschen? Wie denken wir an sie? Und wenn gerade eine unbekannte neue Welt entsteht, was verrät sie über die Welt davor?
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 03.11.2020
Burkhard Müller stößt auf zwei originelle Gedanken im neuen Buch von Zadie Smith. In Anbetracht der Kürze des Textes gar nicht übel, findet er. Ja, sogar so gut, dass er der Autorin verzeiht, wenn ihre Betrachtungen in Corona-Zeiten mitunter in Sackgassen führen, etwa durch wenig förderliche Bildlichkeit. Das Beiläufige des Denkens und Fühlens im Buch aber scheint Müller stark. Wenn Smith so den Konnex zwischen ihrer Privilegiertheit als Schriftstellerin und dem Leiden am spürbaren Vergehen der Zeit im Lockdown herstellt, hat Müller was zum Nachdenken.
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